Gedenken an den Völkermord an Sinti und Roma am 2. August

Mit einer Gedenkveranstaltung erinnert die Kreisvereinigung
Offenbach der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) am Sonntag, 2. August, an den
nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma. Beginn ist um 14
Uhr an den Stolpersteinen für Therese und Rosa Kessler an der Niedergasse
41 in Bürgel.

Der 2. August ist seit 2015 offizieller europäischer Gedenktag
für den Porajmos, den Völkermord an den Sinti und Roma. Mehr als 500.000
Menschen wurden während der NS-Zeit ermordet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Schicksale der Offenbacherinnen Therese und Rosa Kessler. Therese Kessler wurde 1943 nach Auschwitz deportiert, ihr Ehemann Joseph dort noch im selben Jahr ermordet. Die gemeinsame Tochter Rosa
wurde mit fünf Jahren ebenfalls nach Auschwitz verschleppt und starb dort
noch vor ihrem sechsten Geburtstag. Therese Kessler wurde später in das
Konzentrationslager Ravensbrück verlegt und überlebte den Holocaust.
Nach Kriegsende kehrte sie zu Verwandten nach Offenbach-Bürgel zurück.
Mit dem Gedenken wollen die Veranstalter an das Leid der Opfer erinnern
und zugleich ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit setzen. Einen historischen Beitrag hält Gabriele Hauschke-Wicklaus von der Geschichtswerkstatt Offenbach, zudem spricht der Stadtverordnete André Veit
(SPD).

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